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Entlassmanagement
+++ Aktuelle Meldung des Deutschen Verbandes der Ergotherapeuten e. V. +++         Artikel-Nr.: 9239

Tipps und Hinweise vom DVE

Damit es bei dem Übergang von der stationären auf die ambulante Versorgung der Patienten nicht zu zeitlichen Verzögerungen und damit zur Gefährdung der bislang erreichten Therapie-Erfolge kommt, gibt es seit Oktober 2017 das Entlassmanagement. Dies sieht vor, dass die Klinik (Akut oder auch Reha) eine Heilmittelverordnung für einen Zeitraum von einer Woche ausstellen kann. Damit können Patienten ohne den Umweg über den Hausarzt direkt eine therapeutische Praxis aufsuchen – so ist eine durchgängige Versorgung der Patienten mit Heilmitteln nach der Entlassung ins häusliche Umfeld gewährleistet.

Die konkrete Umsetzung ist in § 16a der Heilmittel-Richtlinie (HMR) geregelt: Die Heilmittel-Verordnungen haben einen regulierten Umfang, müssen HMR-konform ausgestellt und mit dem Vermerk „Entlassmanagement“ versehen sein. Die Therapie muss innerhalb von 7 Tagen nach Entlassung begonnen und innerhalb von 12 Tagen abgeschlossen sein. Nicht in der Frist erbrachte verordnete Einheiten verfallen. Der weiterbehandelnde Arzt wird vom Krankenhaus über die Verordnung informiert, die hier erbrachten Therapieeinheiten fallen nicht in die Betrachtung des Regelfalles für die weitere Therapie.

Was bedeutet das für die Praxen? Um gleich die Nachteile zu erwähnen: Sie brauchen Puffer im Terminkalender, um diese Patienten zeitnah aufnehmen zu können, denn die Verordnung ist tatsächlich nicht „lange haltbar“ – Wartezeiten sollen ja gerade vermieden werden. Und: Da die Verordnungen von Klinikärzten ausgestellt werden, die in der Regel nicht über die zertifizierte Software verfügen, ist mit einer erhöhten Fehlerdichte zu rechnen.

Der Vorteil des Entlassmanagement liegt allgemein darin, dass Sie mit den Kliniken in Ihrer Region nun weitere Zuweiser haben können. Machen Sie also den ersten Schritt und gehen Sie auf sie zu. Wenden Sie sich nicht nur an die Ärzte, sondern auch an die Sozialarbeiter, Berater oder Case-Manager, und stellen Sie Ihre Praxis und das Leistungsangebot vor.

So können die Patienten oder das Klinikpersonal (zum Beispiel der Sozialdienst) schon von der Klinik aus Kontakt zu Ihnen aufnehmen und einen Termin vereinbaren.

Alles weitere erfahren DVE-Mitglieder mit dem Merkblatt „Entlassmanagement“ im Downloadbereich auf der DVE-Homepage.



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