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Ausbildung: Finanzierung der Privatschulen in Baden-Württemberg
+++ Pressemitteilung des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e. V. +++         Artikel-Nr.: 9240

Gemeinsame Positionierung von sechs Verbänden

Die Verbände der Gesundheitsberufe – darunter der dbl – sowie der Privatschulverband VDP e.V. begrüßen den Vorschlag für eine Übergangsregelung für die Physio- und Logopädieschulen in Baden-Württemberg ab Herbst 2018. Das geht aus einer gemeinsamen Presseerklärung der Verbände hervor (siehe Link am Seitenende).

Hintergrund: Wie hoch sind die tatsächlichen Kosten für einen Ausbildungsplatz in den Gesundheitsfachberufen? Diese Frage stellte sich, nachdem die Landesregierung von Baden-Württemberg 2015 beschlossen hatte, Privatschulen zu fördern und gleichzeitig ein "Sonderungsverbot" einzuführen – dies bedeutet, dass die Höhe der monatlichen Ausbildungkosten nicht dazu führt, dass bestimmte Schülergruppen von der Ausbildung ausgeschlossen werden.

Das Sozialministerium Baden-Württemberg hat dazu eine Expertise in Auftrag gegeben und die Verbände der Gesundheitsfachberufe eingeladen, in einer Expertenkommission die vorgestellten Zahlen zu diskutieren. Dabei stellte sich heraus, dass die erhobenen Daten aus Sicht der Verbände völlig unzureichend sind, um die tatsächlichen Kosten abzubilden. Aus Sicht des dbl kommt erschwerend hinzu, dass erst durch die Offenlegung der anfallenden Ausbildungskosten eines privaten Anbieters klar wurde, dass sich die Kosten für einen Ausbildungslatz in der Logopädie deutlich von denen der Physiotherapie und Ergotherapie unterscheiden: Die Kosten im Bereich Logopädie sind – bedingt durch die praxisinterne Ausbildung – sehr viel höher als in den beiden anderen Berufsbereichen. Damit war eine definitive Festlegung der Ausbildungskosten nicht möglich.

Daher wurde auf der 3. Sitzung vereinbart, dass für den Übergangszeitraum 2018-2019 die Ausbildundungslätze an Privatschulen pauschal finanziert werden. Leider war es nicht möglich, für die Logopädie schon im Übergangszeitraum einen höhere Pauschale durchzusetzen.

"Der dbl wird sich in den noch folgenden Beratungen dafür einsetzen, eine den tatsächlichen Kosten entsprechende angemessene Förderung der Ausbildungskosten für die Privatschulen durchzusetzen", so Antje Krüger, Mitglied im dbl-Bundesvorstand.

Die gemeinsame Presseerklärung steht Ihnen unter dem nachfolgenden Link am Seitenende zur Verfügung.

Von: GS/mage

Gemeinsame Presseerklärung vom 9. Mai 2018



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